Version 1.0-final

Lecture: Open Source Portal-Anwendungen in wissenschaftlichen Forschungsprojekten

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Die Entwicklung komplexer Softwaresysteme in i.d.R. zeitlich begrenzten Forschungsprojekten stellt eine immanente Herausforderung im Hinblick auf die vorhandenen Projektressourcen, die Weiterentwicklung der Software und den Betrieb nach Projektende dar. Bei einer geplanten Softwareentwicklung im Rahmen von Forschungsprojekten muss sich stets eingangs die Frage gestellt
werden, unter welchen Gesichtspunkten sich eine Eigenimplementierung überhaupt lohnt oder ob auf existierende (freie) Lösungen zu setzen wäre. Sind komplexe Systeme zu implementieren und nur begrenzte personelle Ressourcen vorhanden, die keine Eigenimplementierung erlauben, bleiben in der Regel lediglich der Erwerb von Software und deren Modifikationen unter Einsatz von Sachmitteln und Wartungskosten, oder die Auswahl und anschließende Anpassung existierender Open Source Software
an die jeweiligen Anforderungen, mit Herausforderungen ganz anderer Natur.

Diese Herausforderungen werden am Beispiel zweier hochschulweiter Entwicklungsprojekte an der Universität Potsdam beleuchtet und zu Empfehlungen geführt. In beiden Vorhaben besteht die Anforderung, mehrere Anwendungen, Prozesse und Dienste in eine durchgängige Benutzeroberfläche zu integrieren. Hierfür kommen Portal-Lösungen zum Einsatz. Hierbei handelt es sich meist um webbasierte Anwendungen, die es ermöglichen auf personalisierte Art und Weise auf Daten, Informationen und heterogene Anwendungen über eine homogene Benutzeroberfläche zuzugreifen.
Im Rahmen des Beitrags werden ausgehend von den vorhanden softwaretechnischen Anforderungen existierende Portal-Anwendungen vorgestellt. Anschließend wird die im Rahmen der Forschungsprojekte verwendete freie Open Source Portal-Software Liferay (Liferay Portal Community Edition) präsentiert und vorgestellt inwieweit diese zur Bearbeitung der Anforderung beitragen kann. Darauf aufbauend wird kurz sowohl die existierende Plattform (Campus.UP 1 ) mit einigen ausgewählten Änderungen zur Unterstützung des personalisierten Lehrens und Lernens als auch die derzeit in Entwicklung befindliche Plattform ONE.UP 2 zur Unterstützung von Forschungs- und Transferprozessen vorgestellt. Im Zentrum des Beitrags steht die Reflexion der existierenden Herausforderungen und des Umgangs damit.
Der Beitrag schließt mit einem Ausblick auf zukünftige Arbeiten sowie mit Vorschlägen, wie den skizzierten Herausforderungen im Umfeld von Open Source Entwicklungen aus Forschungsprojekten begegnet werden kann.

Info

Day: 2018-08-26
Start time: 10:00
Duration: 01:00
Room: C120
Track: FrOSCon meets Science
Language: de

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